Spielturm aufbauen: Tipps rund um Aufbau, Bodenhalterungen und Sicherheit


Spielturm aufbauen TippsIn diesem Artikel wollen wir speziell auf den Aufbau eines Spielturm eingehen. Hier gibt es einiges zu beachten, dass dieser auch nach ein paar Jahren noch sicher und geradesteht. Die Hersteller unter den Spieltürmen wie Wickey, Jungle Gym, Fatmoose, Winnetoo, Isidor, Exit Toys, Serina, Gartenpirat, Smoby, Weka, Karibo, Bear Country haben dazu speziellen Anleitungen, wie man seinen Spielturm oder sein Spielhaus befestigen sollte. Wir geben hier unsere speziellen Tipps rund um Aufbau, Bodenhalterung und Sicherheit weiter.

 

Aufstellfläche vorbereiten

Bevor man an den Aufbau eines Spielturms geht, sollte man die Fläche entsprechend vorbereiten. Am besten sind hier weiche Untergründe geeignet. Dies erhöht auch die Sicherheit ihrer Kinder. Auf einer betonierten Fläche müssen weitere Sicherheitsvorkehrungen wie Sicherheitsmatten und Sprungmatten vorgesehen werden. Viele Hersteller bieten hier optionale Fallschutzmatten an. Diese empfehlen sich natürlich auch auf Rasenflächen im heimischen Garten, denn dieser Boden kann im trockenen und heißen Sommer auch recht hart werden. Hier haben bisher jedoch immer darauf verzichtet, was aber kein allgemeiner Ratschlag sein soll.

Entscheidend ist auch, dass die Aufstellfläche gerade und eben ist. Dies erleichtert den Aufbau enorm. Und auch die Kinder haben auf geraden Flächen wesentlich mehr Spaß mit dem Spielturm.

Auch an den notwendigen Sicherheitsabstand zu benachbarten Teilen sollte gedacht werden. Je größer dieser ist umso besser. Wir empfehlen jedoch hier die Herstellerangaben zu beachten. Meist sind dies 2 Meter.

 

Kontrolle des Packungsinhaltes und der Stückliste

Enorm wichtig ist die Kontrolle des Packungsinhaltes. Hier sollten sie sehr vorsichtig und gewissenhaft vorgehen. Nichts schlimmer, als während des Aufbau plötzlich festzustellen, dass ein Teil fehlt und man somit nicht mehr weitermachen kann. Deshalb checken sie die Stückliste genau. Sei es die Schrauben und das weitere Befestigungsmaterial, aber auch die Holzteile und Anbauteile.

 

Aufbau des Spielturm

Kommen wir nun zum Aufbau an sich und einigen Tipps dazu

 

  • Tipp 1: Nehmen sie sich Zeit: Der wohl wichtigste Schritt ist sich genügend Zeit zu nehmen. Machen sie sich keine Hektik.
  • Tipp 2: Das Wetter muss passen: Auch sollte das Wetter zum Aufbau passen. Nur so macht der Aufbau Spaß und kann auch in Ruhe durchgeführt werden.
  • Tipp 3: Werkzeug vorher herrichten: Bevor es losgeht richten sie alles benötigte Werkzeug her. Was sie alles benötigen entnehmen sie der Aufbauanleitung des jeweiligen Herstellers. Meist wird dazu neben einem Akkuschrauber mit passenden Bits, eine Wasserwaage, Gabelschlüssel in verschiedenen Größen auch Zange und Hammer benötigt. Das Werkzeug zur Befestigung am Boden kommen später dazu.
  • Tipp 4: Besorgen sie sich einen Helfer: Sie sollten auf jeden Fall zu zweit sein beim Aufbau. Auch ist es sinnvoll wenn die Kinder einen nicht von der Arbeit abhalten sofern diese noch klein sind. Ältere Kinder können natürlich schon mithelfen.
  • Tipp 5: Bedienungsanleitung genau beachten: Die Aufbauanleitung sollte genau beachtet werden. Oft passiert es, dass die falschen Schrauben verwendet werden und diese dann am Ende für einen weiteren Arbeitsschritt fehlen. Deshalb gehen sie Arbeitsschritt für Arbeitsschritt vor und überlesen sie nicht.

 

Befestigung am Boden

Dies ist wohl eine der am öftesten diskutierten Frage. Wie befestige ich den Spielturm am Boden. Hier muss natürlich auch beachtet werden, wie hoch der Spielturm ist. Bei einem Spielhaus, ist die Befestigung meist zu vernachlässigen, bei einem Kletterturm oder Spielturm muss dies unbedingt beachtet werden. Vor allem bei den Produkten mit hoher Podestgröße. Kommen wir nun zu den verschiedenen Arten der Befestigung am Boden.

 

 

Die Befestigung mit Betonfundamenten

Die sicherlich beste, aber nicht einfachste, Art der Befestigung ist die Montage des Spielturms mit Hilfe von Beton. Nicht gerade einfach, aber mit ein paar wenigen Schritten sollte dies für jeden möglich sein.

Zuerst geht es darum die Fundamente auszuheben. Dazu sollte man quadratische Löcher graben am besten ca 40cm tief. Diese sollen unter jedem Pfosten Pfeiler des Spielturms sich befinden. Dazu sollten sie den bereits aufgebauten Turm genau ausmessen. Oder aber sie stellen den Spielturm auf und markieren sich die Stellen wo später die Pfosten sein müssen.

Hier sollten sie genau vorgehen, denn nichts schlimmer als dass, wenn nachher das Betonfundament an der falschen Stelle ist.

Der Durchmesser der einzelnen Löcher richtet sich nach der Größe der Pfosten. Lassen sie aber genügend Spiel. Auch hier sollte man jeweils ca. 30 cm im Durchmesser haben.

Sind die Löcher ausgehoben, dann wird in diese Beton gefüllt. Diesen gibt es als Fertigbeton in Sackware oder aber auch beim örtlichen Betonhändler zum Abholen. Je nach Menge sollten sie hier überlegen was Sinn macht. Auch kann man sich den Beton selber anmachen indem man Kies und Beton mit Wasser in einem bestimmten Verhältnis mischt.

Füllen sie die Löcher aber nicht komplett, denn hier müssen noch die Befestigungen der Pfosten eingegossen werden. Dazu gibt es auch verschiedene Möglichkeiten.

Entweder man nimmt Schraubanker, welche später nur auf den Beton geschraubt werden, oder aber man nimmt Anker welche auf einer Seite an die Balken geschraubt werden und auf der anderen Seite in den Beton eingegossen werden. Dazu muss man das Klettergerüst / Spielturm genau ausrichten und auch mit der Wasserwaage ausrichten und entsprechend unterlegen, bevor der Beton komplett in jedes Loch eingegossen wird. Nach dem erhärten kann man dann die Unterbauung wieder entfernen und der Spielturm sollte bombenfest halten.

Einfacher ist es sicherlich, wenn man die einzelnen Pfosten später mit dem Betonfundament verschrauben kann.

 

Befestigung mit Bodenanker

Meist werden von den jeweiligen Herstellern der Spieltürme auch Bodenanker in verschiedenen Varianten angeboten. Diese können H Anker, Pfostenhülsen, Winkelanker, oder Grundanker heißen und unterscheiden sich meist von ihrer Form und der Montage. Welcher bei ihnen geeignet ist, hängt vom jeweiligen Untergrund und des Spielturmes ab. Die Hersteller geben aber dazu auch Tipps.

Kleinere Klettergerüste können auch auf Platten gestellt werden, wobei hier auf einen sicheren Stand geachtet werden sollte.

 

Der Untergrund um den Spielturm

Nachdem der Spielturm steht, muss auch der Untergrund um den Spielturm entsprechend bearbeitet werden. Hier geht es vor allem um die Sicherheit. Dazu bieten sich auch verschiedenen Möglichkeiten an. Zum einen sieht man oft Holzraspel welche um den Kletterturm in einer dicken Lage verteilt werden. Zum anderen kann hier auch Sand verwendet werden.

Komfortabel ist es auch mit Fallsturzmatten, welche man über den Fachhandel kaufen kann. Hier kommt es auch auf die Höhe des Spielturms an, denn je höher dieser ist umso gefährlicher kann ein Sturz werden. Deshalb sollte der Untergrund rund um den Spielturm so weich wie möglich sein.

 

 

Sandkasten auffüllen

Oft haben die Spieltürme auch einen Sandkasten gleich mit dabei. Hier muss natürlich auch einiges beachtet werden bevor man diesen mit Sand auffüllen kann. Wir empfehlen den Sandkasten noch weiter auszuheben, denn somit ist es nicht so schnell möglich, dass die Kinder beim im Sand spielen Dreck mit aufgraben. Dann sollte man eine Folie, am besten wasserdurchlässig aber nicht unkrautdurchlässig, reinlegen um hier einen Schutz vor Unkraut zu haben. Dann kommt der Sand rein. Achten sie hier auf eine gute Qualität. Am besten gewaschener spezieller Spielsand welche man im Handel kaufen kann. Achtung beim Transport, hier kommen schnell einige Hundert Kilogramm zusammen.

 

 

Anbauteile und Schaukel ordentlich befestigen

Abschließend muss auch noch erwähnt werden, dass man auch die Anbauteile entsprechend mit dem Boden verankern, spricht befestigen muss. Vor allem die Schaukel sollte einen festen sitzt haben. Hierzu kann man auch die oben erwähnten Methoden benutzten.

 

Nachbearbeitung und Pflege

Auf die Pflege wollen wir hier nicht genauer eingehen. Dafür haben wir besondere Pflegetipps in unserer Pflegeanleitung vorbereitet. Hier soll es aber noch um ein paar kleine Schönheitsreparaturen gehen. Nicht immer ist das Holz der Spieltürme schon geschliffen und auch bei der Montage kann es passieren, dass es einige Deppen und eventuelle Risse im Holz gibt. Diese sollten sie entsprechend nacharbeiten und abschleifen.

Auch macht es Sinn je nach Holzart und Vorbehandlung, dieses bevor man es der Witterung aussetzt zu streichen. Hier empfehlen sich Holzschutzlasuren, welche aber offenporig sein sollten. Lacke sind hierfür nicht geeignet. Zum einen sind sie sehr rutschig und zum anderen lassen sie das Holz nicht atmen. Beim Malerfachgeschäft um die Ecke bekommt man das passende Produkt. Auch Lasuren gibt es bereits in verschiedenen Farbtönen.