Spielturm aus Holz – Ratgeber


Meist wird bei dem verwendeten Material von Spieltürmen auf Holz gesetzt. Nur einzelnen Modelle von Spielhäusern setzten auf Kunststoff. Öffentliche Spielplatz Einrichtungen setzen zudem auf Metall, was aber im heimischen Garten eher weniger vorkommt. Wir wollen heute in unserem Spielturm Holz Ratgeber, wissen zu den möglichen Holzarten vermitteln und welche Vor und Nachteile diese mit sich bringen. Vor allem auch die Vorbehandlung des Holzes spielt dabei eine große Rolle. Witterungsbeständigkeit ist ebenso ein Kauf Argument wie auch die Langlebigkeit. Hier gibt es bei den Herstellern wie Wickey, Jungle Gym, Fatmosse, Winnetoo, Isidor, Exit Toys, Smoby, Gartenpirat, Weka, Karibo, Serina und Bear Country einige Unterschiede. Diese zeigen wir euch nun auf.

 

Spielturm aus Holz - ein Ratgeber zur Holzwahl

 

Die Witterungseinflüsse auf das Holz

Holz ist ein Naturrohstoff und dieser besitzt natürlich auch gewisse Eigenschaften. Vor allem wenn es der Witterung ausgesetzt ist kommen diese zum Tragen. Fäulnis, Verfärbung, Modern und Absterben sind einige dieser Eigenschaften. Damit dies nicht passiert muss man bei der Wahl des richtigen Holzes und der richtigen Behandlung einiges beachten.

Starken Einfluss auf das Holz hat neben dem Regen oder Schnee auch die Temperatur und vor allem auch die Sonneneinstrahlung, welche bekanntlich auch UV-Strahlung veranlasst. Dies sorgt im Holz dafür, dass sich dieses Verfärbt. Das alleine wäre sicherlich kein Problem, wenn nicht Regen oder Schnee das Holz weiter angreifen würde. Auch Schädlinge können sich in Holz breitmachen und dafür sorgen dann dieses porös und morsch wird.

Ist das Holz nur vorrübergehend z.B. Regen ausgesetzt, dann ist das kein großes Problem. Bei unserem Spielturm aus Holz, wird aber im Regelfall die Feuchtigkeit im Holz mehr als 20 Prozent sein, was auf Dauer dann schädlich ist. Darum gilt es gewisse Holzarten vorneweg auszuschließen und auch eine entsprechende Vorbehandlung zu favorisieren.

 

Welche Holzarten sind für den Spielturm aus Holz geeignet?

Man kann diese Frage im Grund recht schnell beantworten, indem man sagt, es sollte sich um dauerhaftes Holz handeln. So einfach möchten wir es uns aber nicht machen, denn sie sollen ach Beispiele bekommen, welches Holz besonders gut sich für einen Spielturm eignet.

Gegenüber Käferbefall und ähnlichen Schädlingen haben sich vor allem Laubhölzer bewährt. Hier wären vor allem Lärche, Eiche oder auch Douglasie zu nennen. Alles auch Hölzer welche man in heimischen Gefilden finden kann. Einige Hersteller drücken dies besonders aus, dass ihre Materialen aus heimischen Wäldern kommen und nicht erst vom skandinavischen Raum oder einer anderen Gegend importiert werden müssen. Auch dies sollte bei der Kaufentscheidung beachtet werden.

Entscheidend ist natürlich auch die Härte des jeweiligen Holz. Hier hat sich in Europa neben den bereits oben erwähnten Sorten wie Eiche, Lärche oder Douglasie auch die Robinie bewährt. Allerdings wird diese beim Spielturm nicht anzutreffen sein.

Viele Möbel im Garten, welche aus Holz gebaut sind, wurden aus Teakholz gefertigt. Auch dieses Holz ist besonders dauerhaft und Witterungsbeständig. Jedoch ist diese Holzart wie auch Tropenhölzer bei uns nicht heimisch. Der Vorteil von Teakholz ist die industrielle Anbauung in speziellen Plantagen, was zumindest in Sachen Nachhaltigkeit Pluspunkte sammelt. Auf Tropenholz sollte man verzichten. Falls man doch einen Spielturm aus Tropenholz kaufen möchte oder sogar selber bauen will, dann sollte man auf das FSC Siegel achten. Dieses Siegel entspricht einer Organisation, welche sich für nachhaltige Forstung der Wälder einsetzt.

Heute wird man auch immer wieder den Begriff des Thermoholz hören. Dies ist ein speziell behandeltes Holz, welches vor allem im Terrassenbau benutzt wird. Hier steht eine besondere wasserabweisende Eigenschaft vorne an.

Entscheidend ist natürlich auch das Alter des Holzes. Je älter der Kern desto fest und widerstandsfähiger sollte dies auch sein.

Weniger gute Hölzer sind besonders weiche wie Tanne oder aber auch Roteiche. Sieh besitzen eine geringere Dauerhaftigkeitsklasse wie zum Beispiel Teak oder Eiche. Auch Fichte hat nicht gerade die beste Dauerhaftigkeitsklasse, aber dennoch ist diese Holzart bei den Spieltürmen weit verbreitet.

Zum Beispiel setzt Wickey auf Kiefer und Fichte natürlich mit einem bestimmten Verfahren zur Herstellung der Witterungsfestigkeit.

Jungle Gym stellt ihre Spieltürme wahlweise aus Kiefer oder Lärche her. Schnell sieht man hier auch gewisse Preisunterschiede. Ein Spielturm aus Lärche hat einen höheren Preis wie aus Kiefer. Dafür ist Lärche aber auch widerstandsfähiger.

Welches Holz ist das Beste für den Spielturm?

Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten und hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen sollten sie nach folgenden Kriterien entscheiden:

 

  • Wie lange soll der Spielturm benutzt werden?
  • Welchen Betrag bin ich bereit auszugeben?
  • Ist der Spielturm immer der Witterung ausgesetzt oder Decke ich diesen über den Winter ab?
  • Welche Möglichkeiten habe ich überhaupt beim meinem Wunsch-Spielturm. Oft gibt es hier nur eine Holzart zur Auswahl.
  • Habe ich die Möglichkeit den Spielturm regelmäßig zu Warten und Pflegen?

 

Holzschutz verwenden oder nicht?

Natürlich wird sämtliches Holz bei Spieltürmen entsprechend behandelt, bevor es bei ihnen im Garten steht. Dafür gibt es verschiedenen Verfahren der Hersteller. Nicht jedes Holz wird aber so angeboten. So gibt es zum Beispiel hochwertige Spielhäuser oder Spieltürme, welche aus Lärchenholz naturbelassen produziert werden. Hier wird kein weiteres Verfahren angewandt, um das Holz gegenüber der Witterung und Schädlingen unempfindlich zu machen.

Viele Verfahren der heutigen Kesseldruckimprägnierung sind aber so abgestimmt, dass diese besonders Kinderfreundlich sind. So verwendet unter anderem Wickey ein Verfahren, welches sich Wolmanit CX nennt. Hier setzt man auf besonders kinderfreundliche Imprägnierung des Holzes.

Nach eigenen Angaben von Wickey hat sich dieses Verfahren besonders bewährt und wurde mehrfach getestet. Dabei wird auf chromfreie Holzschutzsalze gesetzt. Der Wirkstoff basiert auf Kupfer HDO, welches seit vielen Jahren im Holzschutz eingesetzt wird. Damit wird das Holz gegenüber Schädlingen und Pilzen resistent und lässt das Wasser abweisen.

Bei der Behandlung unterscheidet man heute zwischen Drucklosen Verfahren zum Holzschutz wie zum Beispiel das Streichen und Spritzen oder das Tauchen, oder aber es gibt auch die Verfahren mit Druck wie die bereits erwähnte Kesseldruckimprägnierung oder aber auch des Wechseldruckverfahrens.

Darum heißt es auch aufzupassen, wenn man die Worte in Produktbeschreibungen wie Tauchimprägniert oder Kesseldruckimprägniert verwendet. Hier gibt es wesentliche Unterschiede im Bereich des Drucks mit dem das Holz behandelt wurde. Hier ist die Kesseldruckimprägnierung immer vorzuziehen.

Natürlich sollte man auch die wiederkehrende Pflege und Wartung des Spielturms nicht vergessen. Diese ist ebenso für die Haltbarkeit verantwortlich wie die richtige Auswahl beim Kauf. Wir wollen hier auch auf unseren Artikel zur Pflege hinweisen.